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Medien: Trumps Zorn auf NATO-Verbündete in Europa vereint diese gegen ihn

Die Bedrohungen von US-Präsident Donald Trump über einen möglichen Austritt der USA aus der NATO haben die Mitgliedsstaaten in Europa geeinigt, berichtete "Politico". Trump hat seine Enttäuschung darüber geäußert, dass die Verbündeten sich weigern, an der US-Operation gegen Iran teilzunehmen. 
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Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die NATO-Verbündeten, weil diese sich weigern, am Krieg gegen Iran teilzunehmen, hätten nur zu einem Ergebnis geführt: Die Mitgliedsländer des Bündnisses hätten sich gegen Trump vereint. Dies berichtete Politico unter Berufung auf mehrere Beamte und Diplomaten. 

Wie es heißt, hätten sich die Staats- und Regierungschefs zehn europäischer Länder (Großbritanniens, Schwedens, Finnlands, Norwegens, Dänemarks, Islands, Estlands, Lettlands, Litauens und der Niederlande) vergangene Woche zu einem privaten Abendessen in Helsinki getroffen und über den "bedauerlichen Zustand des transatlantischen Bündnisses" diskutiert.

Sie bekräftigten, dass sie den Forderungen des US-Präsidenten, sich an den Kampfhandlugen gegen Iran zu beteiligen, nicht zustimmen könnten. "Wir alle wollen, dass der Krieg beendet wird, aber wir sind uns mit den USA nicht einig", sagte ein Beamter gegenüber Politico, der über die Gespräche informiert wurde.

Einer der EU-Beamten erkläte, dass die NATO "auseinanderfalle". Er fügte hinzu, dass Europa seine Verteidigung "dringend" stärken müsse: "Wir können nicht warten, bis sie völlig tot ist", sagte der Beamte in Bezug auf die NATO.

Trump will, dass die NATO Hilfe leiste, aber die europäischen Politiker weigerten sich weiterhin, da "die meisten Europäer nicht im Voraus informiert wurden und der Persische Golf nichts mit der NATO zu tun hat".

Diese Krise habe dazu geführt, dass die europäischen Staaten sich geeinigt hätten. "Diese zehn Länder standen sich immer sehr nahe, aber ich würde sagen, dass sie sich jetzt noch näher stehen", fügte der Beamte hinzu.

In privaten Gesprächen hätten die Politiker eingeräumt, dass die anhaltende Kritik der USA die NATO schwäche, so Politico weiter. Denn Artikel 5 des NATO-Gründungsvertrags besagt, dass die Mitglieder bereit sind, jedes angegriffene Mitglied zu verteidigen. Sobald dieser Punkt in Frage gestellt werde, verliere die NATO ihre Wirksamkeit.

Im Politico-Beitrag wird weiter angemerkt, dass die Trump-Regierung das Militärbündnis in den vergangenen Tagen "in eine der schwersten Krisen seiner 77-jährigen Geschichte" gestürzt habe.

Der US-Präsident und sein Team hätten angekündigt, die US-Mitgliedschaft in der NATO nach dem Ende des Krieges gegen Iran zu überprüfen. Grund dafür sei die Weigerung der europäischen Verbündeten, an dem Konflikt teilzunehmen.

Washington habe manche europäische Staaten wie Spanien, Großbritanien und Frankreich dafür scharf kritisiert, dass diese sich geweigert hatten, ihre Militärbasen oder ihren Luftraum den US-Streitkräften für Operationen gegen Iran zur Verfügung zu stellen.

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